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Herrenstiefel Part III – Jodhpur

Herrenstiefel Part III – Jodhpur


Während sich manche Herren selbst noch bei frostigen Temperaturen mit sommerlichem Schuhwerk zeigen, stellen wir in unserer Herrenstiefel-Reihe eine stilvollere und gleichermaßen komfortable Fußbekleidung für die nasskalte Jahreszeit vor. Dieses Mal einen Halbstiefel mit britisch-indischer Historie – den Jodhpur.


Klassiker aus dem britischen Reitsport


Eines muss man den Briten lassen. In puncto klassische Herrenmode war kaum eine andere Nation derart stilgebend wie das britische Empire. Wie auch viele andere Herrenschuhe hat auch der Jodhpur englische Wurzeln. Schuhliebhaber vermuten, dass die Erfindung dieser eleganten Herrenstiefelette in die Zeit der britischen Kolonialisierung fällt und auf die in Indien stationierte britische Garde zurückgeht. Diese ließen es sich selbst fern ihrer Heimat nicht nehmen, einer ihrer liebsten Freizeitbeschäftigungen nachzugehen – dem Polosport. Schnell erwiesen sich jedoch die üblichen schwarzen Reitstiefel angesichts der tropischen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit nicht als komfortable Wahl. Im Gegenteil, die schweren Halbstiefel sorgten erst für ein unangenehm feuchtes Fußklima bei den Teilnehmern und nahmen ihnen alsbald auch die Spielfreude. Auf der Suche nach einem luftigeren Ersatz machten die Soldaten schließlich kurzen Prozess mit ihren Tretern und schnitten den Schaft ab. Das Ergebnis waren die heute bekannten Jodhpur-Stiefel.
Gleichwohl meinen andere Stimmen, der Jodhpur gehe auf den Maharadscha von Jodphur höchstpersönlich zurück, das Oberhaupt der gleichnamigen Stadt im heutigen Bundesstaat Rajasthan, welche bereits für ihre Pferdezucht und das Polospiel bekannt war. Der Stadt und dem Maharadscha zu Ehren sollen englische Soldaten den Herrenstiefel Jodhpur getauft haben. Doch damit der Theorien nicht genug: Neben dem indischen Geburtsland sehen andere wiederum die Entstehung des Jodhpur in Persien begründet. Dort soll das knöchelhohe Schuhwerk schon vor einigen Jahrhunderten en vogue gewesen sein, bevor es im 19. Jahrhundert zuerst von britischen Soldaten adaptiert wurde und später seinen Weg nach Europa fand.


Herrenstiefelette mit charakteristischem Lederriemen


Heute lässt sich der Ursprung jenes charakteristischen Herrenstiefels nicht mehr eindeutig belegen, unverwechselbar zeigt sich dagegen sein Schaftgrundschnitt. Der Jodhpur besitzt einen flachen Absatz, einen kurz über den Knöchel reichenden Schaft sowie einen vom Schuhboden aus kommenden Kreuzriemen aus Leder. Jener Lederriemen zieht sich nach oben hin schräg um den Knöchel herum und garantiert dem Träger einen sicheren Halt im Schuh. Gleichzeitig verhindern die Lederbände, ein lästiges Hochrutschen der Hose aus dem Stiefel. Anfänglich fest mit dem Schuhboden verbunden, wird der Lederriemen heute teilweise nur an den Schaft genäht. Falls der Riemen aus irgendeinem Grund riss, konnte er auf diese Weise leicht wieder an den Stiefel festgenäht werden. Schuhliebhaber bevorzugen allerdings die ursprüngliche Variante des Jodhpur.


Jodhpur stilvoll kombinieren


Freunde des Polosports tragen den Jodhpur klassisch mit einer Reithose, auch Jodhpur-Hose genannt. Doch auch abseits des Reitsports macht dieses Herrenschuhmodell in der rahmengenähten Machart eine gute Figur und lässt sich wunderbar mit einem sportlich-eleganten Outfit kombinieren. Im Gegensatz zum klassischen Chelsea Boot oder George Boot wirkt der Schnallenverschluss des Jodhpur weitaus auffälliger, immerhin bildet die Dornschließe einen deutlichen Kontrast zu der Farbe des Oberleders, in der Regel klassisch in Braun oder Schwarz gehalten. Aus diesem Grund sollte die Farbe der Schnalle gut auf das restliche Outfit abgestimmt sein, insbesondere auf die Farbe der Gürtelschließe. Vollständig unter dem Hosenbein verborgen, erweckt der Jodhpur dagegen den Eindruck eines klassischen, unverzierten Herrenschuhs, welcher sich als Businessschuh auch in formellen Branchen eignet. Zu eng geschnittenen Hosenbeinen trifft diese Herrenstiefelette vor allem den Geschmack von Freunden des Unkonventionellen.

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