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Bootsschuh

Auf den Meeren und Seen der Welt zu Hause, erobert der Boots­schuh seit den 1980er Jahren das Festland. Kein Wunder, han­delt es sich hier doch um einen äußerst bequemen und leichten Frei­zeit­schuh.

Bootsschuh

Bei dem Bootsschuh handelt es sich um einen, in Mokassinmachart hergestellten, leichten Freizeit- und Sommerschuh. Als sein Erfinder gilt der amerikanische Freizeitsegler Paul Sperry, der sich 1935 von den Pfoten seines Hundes inspirieren ließ. Er übertrug die Furchen der Hunde­pfote auf die Sohle eines Schuhs. Die dabei durchgeführten Einschnitte in die Sohle bescherten dem Schuh eine extrem hohe Bo­den­haftung auf nassen Untergründen, wie eben auf Schiffsplanken erforderlich. Der erste Bootschuh war der von ihm entwickelte Top- Slider, aus Leder und mit eingeschnittenem Sohlenprofil (Mes­ser­schnittprofil).

 

Bootsschuhe sind für den feucht-nassen Einsatz prädestiniert

Heutige Bootsschuhe sind meistens aus einem leichten gefetteten, vom Rind stammenden, Waterproofleder. Seine zwei bis drei Mes­sing­ösen sind mit einem Anlaufschutz versehen, die Nähte aus Ny­longarn ge­fer­tigt und die strapazierfähige Sohle besteht aus Gum­mi bzw. Kaut­schuk. Da die Bootsschuhe ur­sprüng­lich für die Seefahrt konzipiert waren, bieten sie dadurch den bestmöglichen Schutz ge­gen Wasser. Auf ein Futter wird verzichtet, bräuchte es im Falle ei­ner Wässerung schlichtweg zu lange für die Trocknung. Ein wei­te­res Cha­rak­te­ris­tikum ist der um die gesamte Öffnung des Bootsschuhs verlaufende ledernde Schnürsenkel. Bei Bedarf kann so der Fuß dem Schuh zu­sätz­lich angepasst werden.

 

Bootsschuhe aus Rauleder versprechen farbliche Vielfalt

Der Bootsschuh ist über die Jahre deutlich landtauglicher geworden. Die Hersteller haben seine Beliebtheit erkannt und bieten heute Boots­schuhe mit einer dickeren Profilsohle an, die dann auch gleich mit ei­nem Futter­leder versehen sind. Auf Booten sind diese ro­bus­te­ren Ver­tre­ter aber nicht mehr gerne gesehen. Da ihr Profil deutlich tiefer ist, können sich in ihm kleine Steine festsetzen, die dann das Deck zer­krat­zen. Für Segler sind Bootsschuhe obligatorisch. Für alle anderen bieten sie sich als modischer Freizeitschuh an, der in den Som­mer­mo­naten, gerne auch barfuss, getragen werden kann. Ur­sprüng­lich wa­ren Bootsschuhe in blau gehalten; wer jedoch bunte Farben nicht mis­sen möchte, greift auf die Rauledervarianten zu­rück. Sie werden in den unterschiedlichsten Farbkombinationen angeboten.