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Gehfalten
Ei­gen­öl­hal­ti­ger Shoe­bone aus dem Vor­der­lauf des Dam­wilds zur Be­hand­lung von Geh­fal­ten und Ris­sen im Ober­le­der von Schuhen. mehr Details
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Gehfalten mit dem Shoebone ausmassieren

Auf einen Shoebone trifft man heute nur noch selten, dabei hat dieser Knochen eine lange Tradition. Bereits im 3. Jahrhundert, so wird es überliefert, vermachte der englische Schuhmacher Hugh nach dessen Hinrichtung seine Knochen den Freunden und Kollegen für die Reparatur von Schuhen. Daher wird der Shoebone in England auch als St. Hugh´s Bone bezeichnet.

Der aus dem Unterschenkel des Damwilds stammende Schuhknochen findet in der Schuhpflege Anwendung beim Ausbessern von Gehfalten und bei der Reparatur von Einschnitten und Kratzern im Veloursleder und Cordovan.

Ideal gegen Gehfalten und Risse im Oberleder

Der eigenölhaltige Knochen besitzt und das ist sehr wichtig, gerundete Kanten, die das Leder vor Beschädigungen schützen. Gehfalten werden mit dem Knochen folgendermaßen beseitigt:

Der Schuh wird am besten mit einem Spanner bestückt. Dann werden die zu behandelnden Gehfalten mit einer farblich passenden Emulsion versehen. Als Nächstes sucht man sich eine Stelle des Knochens in der Mitte aus und befeuchtet diese ebenfalls mit der Schuhcreme. Mit kreisenden Bewegungen und unter geringem Druck wird die Creme solange mit dem Knochen einmassiert, bis die Gehfalten verschwunden sind.

Bei einem Riss im Oberleder wird ganz ähnlich vorgegangen, nur dass statt der bei den Gehfalten verwendeten Emulsion jetzt ein farblich passendes Hartwachs aufgetragen und dieser in die Schadstelle einmassiert wird. Nach einer anschließenden Politur sollte das Problem aus der Welt geschafft sein.