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Linktipps des Monats September

Linktipps des Monats August 2012


Von wem stammen die größten Hochzeitsschuhe der Welt? Wie viel Chemikalien stecken in unseren Turnschuhen und sollte man einen Marathon-Lauf tatsächlich barfuß absolvieren? Mehr aus der aufregenden Welt der Schuhe, gefunden und aufbereitet in unseren monatlichen Linktipps.


Informationen des Monats
1. Hochzeitsschuhe für den größten Mann der Welt


Vor kurzem fand ein Rechtsstreit der außerordentlich skurrilen Art im Landgericht Münster sein Ende, anders gesagt ein Riesenstreit. Casus Belli war die Frage, von wem die Hochzeitsschuhe für den größten Mann der Welt stammten. Das Urheberrecht beanspruchte sowohl Konfektionsschuhmacher Georg Wessels aus dem Münsterland für sich als auch der Müncher Schuster Bertl Kreca. Wessels hatte sich seit Jahren auf Übergrößen spezialisiert und auch für den türkischen Bräutigam Sultan Kösen Hochzeitsschuhe in Größe 61 angefertigt. Kreca hatte wiederum in einem Interview behauptet, er selbst habe die Riesenschuhe hergestellt. Vor Gericht lenkte Kreca allerdings ein, dass er sein Paar XXL-Hochzeitsschuhe für orthopädische Einlagen in Wessels Werkstatt geschickt hätte, wo die Schuhe auch zum Zeitpunkt der Hochzeit verblieben waren. Am Ende einigten beide sich auf einen Vergleich. Im Guinness Buch der Rekorde wird der 2,51 Meter große Sultan Kösen seit 2011 als der größte Mann der Welt aufgeführt. Mehr Informationen über Füße in Übergrößen gibt es, in unserem Blogbeitrag »Die größten Füße der Welt« nachzulesen.


2. Berliner absolviert Marathon barfuß 


Wer öfter mal die Schuhe weglässt, tut nicht nur seinen Füßen etwas Gutes. Jörn Lubkoll hat diese Empfehlung allerdings etwas zu wörtlich genommen. Der 43-jährige Hobbysportler absolviert seit mehr als vier Jahren Marathons ausschließlich unbeschuht, so auch den 41. Berlin Marathon am vergangenen Sonntag. Ein gefährliches Unterfangen, denn wie bei allen Therapien kommt es auch hier auf die richtige Dosierung an. Eine falsche Abrollbewegung der Füße über eine Strecke von mehreren Kilometern schädigt die Gelenke und Muskeln auf Dauer – auch ist der harte Betonboden pures Gift für die Füße. Sportmediziner empfehlen dagegen, täglich etwa fünf bis zehn Minuten auf feste Fußbekleidung zu verzichten, allerdings nur auf weichem Untergrund.


Lesetipp des Monats


Durchschnittlich 10 Milliarden Euro investieren deutsche Verbraucher jährlich in neue Schuhe – ein Großteil der Produktion findet in Fernost statt. Neben Indien und Vietnam, exportiert allein Großproduzent China 300 Millionen Paar Schuhe Jahr für Jahr nach Deutschland. Doch geht der günstige Verkaufspreis jener Billigtreter unweigerlich auf Kosten von Mensch und Umwelt: alter Textilmüll, giftige Chemikalien und gefährliche Weichmacher gehören zum festen Bestandteil der desaströsen Produktionsbedingungen in Fernost. Immer häufiger mehren sich daher Rückrufaktionen von großen Schuhhändlern, in deren Schuhen krebserregendes Chrom VI entdeckt wurde. Allen Schuhliebhabern empfehlen wir die kürzlich ausgestrahlte Galileo Reportage »Auf der Suche nach dem Gift im Turnschuh« – ein weiteres Zeichen, wohin der Geiz-ist-geil-Trend tatsächlich geht.
Das Schuhmacherhandwerk liegt uns aus nahestehenden Gründen sehr am Herzen. Doch angesichts der Billigkonkurrenz aus Fernost kapitulieren immer mehr kleine Handwerksbetriebe und schließen nach und nach ihre Werkstätten. Sigrid Trost zählt zu den wenigen Ausnahmen in Deutschland: Aufgewachsen in einer Familie von Schuhmachern, legte sie als eine von nur sechs Frauen die Meisterprüfung ab. Heute fertigt die 40-Jährige mit Leib und Seele Lederschuhe genau an der Werkbank an, vor der auch schon Vater Helfried und Großvater Maßschuhe standen.
An ihm führte im September kein Weg vorbei. Anlässlich des vierten Arte-Fashion-Weekends war Christian Louboutin zu Gast in Berlin und stellte gemeinsam mit der befreundeten Regisseurin Farida Khelfa eine Dokumentation über sein Leben vor. Den Pariser Designer versetzt im Übrigen noch immer die Behauptung eines Freundes in Aufregung. Dieser erklärte einst, Louboutin würde Frauen regelrecht hassen. Warum sonst, sollte er derart halsbrecherische High Heels entwerfen. Im Interview mit Die Welt spricht der Luxusschuhmacher über die Dreharbeiten, die Macht von High Heels und seine Wunschkundinnen.


Video des Monats


Die rahmengenähten Modelle unserer Exoten-Kollektion zieren sie schon seit dem Beginn – seit kurzem kommen auch ausgewählte Schuhklassiker sowie unsere neue Damenschuh-Kollektion in den Genuss der besten Ledersohle der Welt. Diese stammt aus Trier und das bereits seit 1871. In dem Familienunternehmen Joh. Rendenbach werden Ledersohlen nunmehr in der vierten Generation im traditionellen Eichenloh-Altgrubengerbung gefertigt, ein aufwendiger Vorgang, der bis zu neun Monate dauert. Das Ergebnis ist eine außergewöhnlich widerstandsfähige Ledersohle, auf deren Qualität auch Barack Obama und der Papst höchstpersönlich vertrauen. Der Südwestrundfunk hat Urenkel Hanns Rendenbach in Trier einen Besuch abgestattet, festgehalten in der Dokumentation »Die Sohlen des Papstes – Lederfabrik Joh. Rendenbach in Trier«.
 

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