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Spectators: Das Schuhwerk der Zwanziger Jahre

Spectators: Das Schuhwerk der Zwanziger Jahre


Die Goldenen Zwanziger waren die Zeit der bunten Anzüge, große n Muster und rauschenden Cocktail-Partys. Abgerundet wurde die Herrenmode durch die sogenannten Spectators, zweifarbige Halbschuhe, deren Schuhspitze und -ferse in einen dunklen Farbton getaucht war, während der Rest in weißen Leder erstrahlte. Heute erlebt dieses berühmte Herrenschuhmodell eine Art Revival und ist – ganz zu unserer Freude – immer öfter auf den Bürgersteigen zu sehen.


Der Dandy-Schuh par excellence


Schon Robert Redford trug 1974 einen rosafarbenen Zweiteiler und Spectators, als er unter der Regie von Jack Clayton in die Rolle von Jay Gatsby schlüpfte. Auch in der neuesten Verfilmung von The Great Gatsby (2013) ist das zweifarbige Schuhwerk an den Füßen von Leonardo DiCaprio zu bewundern. Francis Scott Fitzgeralds Romanfigur wurde zum Sinnbild des erfolgreichen, amerikanischen Geschäftsmanns in den 1920ern, der für die Mitglieder der gehobenen Gesellschaft ausschweifende Partys veranstaltete. Die Roaring Twenties waren für ihre farbenfrohe Kleidung, gestreiften Hemden, Fliegen und Champagner-Cocktails bekannt. Während sich die Damenwelt in tief taillierten, knappen Kleidern und Haarbändern zeigte, trugen die Herren lässige Dreiteiler, Spazierstock, Hut und Spectators – den Inbegriff des Dandy-Schuhs. Nicht zuletzt der berühmt-berüchtigte Patron Al Capone zählte die schwarz-weißen Schuhe zu seinen Lieblingsstücken.
Heute häufig mit Sportschuhen assoziiert, fanden Spectators bereits in den 1860ern Jahren im Reitsport Verwendung und dienten später auch als bequeme Golfschuhe. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg verbreiteten sich die zweifarbigen Herrenschuhe – in Großbritannien besser bekannt als Co-Respondant Shoes – auch innerhalb der amerikanischen Upper Class und entwickelten sich von dort aus auch zum europäischen Coup. Das schwarz-weiße Oberleder avancierte binnen kurzer Zeit zum Erkennungszeichen der internationalen Jazz- und Blues-Musiker und vereinte die verschiedenen Kulturen symbolisch auf dem Oberleder. Andere Schuhliebhaber fühlen sich auch heute noch an die bekannte Klaviertastatur erinnert.
Nach der Jazz-Szene entdeckten auch Schauspieler die kontrastreiche Fußbekleidung für sich und trugen zu ihrer stetig wachsenden Popularität bei. Vor allem Hollywood Stars präsentierten sich gern auf dem Roten Teppich in den zweifarbigen Tretern. Fred Astaire, welcher nach eigenen Aussagen allein rund 50 Paar Schuhe besaß, tanzte sich beispielsweise in dem Musical-Film Dancing Lady aus dem Jahre 1933 in schwarz-weißen Spectators durch die Hollywood-Kulissen. Ebenso zeigten sich die Kennedy-Männer in Palm Beach immer wieder in den Dandy-Schuhen und auch Louis Armstrong und der Herzog von Windsor erwiesen sich als ausgewiesene Fans dieses außergewöhnlichen Herrenschuhmodells.


Spectators für den Gentleman und die Lady


Im Grunde handelt es sich bei den sogenannten Correspondant Shoes schlichtweg um einen weißen Schuh mit einer dunklen Vorder- und Hinterkappe. Die dunklen Lederpartien setzen einen stilvollen Kontrast zu dem strahlend weißen Oberleder. Anfangs verwendeten die Schuhmacher anstelle des weißen Leders allerdings einfaches Segeltuch. Die dunklen Lederstücke schützten die empfindlichen weißen Stoffpartien dort vor Schmutz und Dreck, wo sie am meisten beansprucht wurden.
Heute sind Spectators vor allem in den Kombinationen Weiß-Schwarz und Weiß-Braun zu finden und gelten als willkommene Alternative zum Raulederschuh. Oftmals besitzen Spectators eine traditionelle Lyra-Lochung entlang der Schaftteilkanten sowie eine geschwungene Flügelklappe, doch gibt es sie nicht nur im klassischen Oxford- und Derby-Design, sondern auch als bequemen Penny Loafer und luftig-leichen Herrenslipper.
Herrenschuhe im sogenannten Kolonialstil fallen indes nicht in die Kategorie „Spectator“. Jene Schuhe besitzen im Gegensatz zum Spectator einen Schaft, der mit dunkelbraunem Leder und beiger Baumwolle versehen ist. In den Kolonien stationierte britische Offiziere trugen ihn ursprünglich am Abend als elegante Fußbekleidung, galten Schuhe im Kolonialstil doch als beliebte Wahl während der warmen Sommermonate. Doch nicht nur die Herrenwelt war von dem zweifarbigen Kontrast jener Schuhe begeistert, denn auch die Damen wussten die Vorteile jener auffälligen Trotteurs in der Mitte des 20. Jahrhunderts zu schätzen.
Noch im letzten Jahrhundert gehörte der Spectator zum festen Inventar der Alltagskleidung. Heute zählt das zweifarbige Schuhwerk zu den extravaganten Schuhmodellen unserer Kollektion und ist die richtige Wahl für Liebhaber des Außergewöhnlichen. Als einer der wenigen Herrenschuhe lässt sich der Spectator hervorragend zum weißen Anzug kombinieren und macht auch mit einer dunklen Jeans eine erstklassige Figur. Obwohl der Farbgestaltung heute keinerlei Grenzen mehr gesetzt sind, ist und bleibt das klassische Weiß-Schwarz-Duo der All-Time-Favourite unter den Spectator Shoes.
 

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