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Leisten

Sie sind das Fundament eines hochwertigen Herrenschuhs. Nur auf einem perfekten Leisten lässt sich ein ausgezeichnet passender Schuh aufbauen. Bereits in der Antike waren sie bekannt, gerieten dann aber in Vergessenheit. Perfekte Leisten entstehen aus dem Holz der Buche.

Leisten

Der Leisten ist ein Formstück, meist aus Holz, das ein dreidimensionales, vereinfachtes Abbild des Fußes darstellt. Um den Leisten wird später der Herrenschuh aufgebaut. Er ist ein extrem wichtiges Fundament der Schuhherstellung. Nur auf einem perfekten Leisten kann ein ausgezeich­net passender Schuh entstehen. Durch die Berücksichtigung von Ballen-, Fersen- und Ristmaß – sowie gar der sich mit der Absatzhöhe verän­dernden Abrollbewegung des Fußes – ist der Leisten für die spätere Passform verantwortlich.

Leisten waren bereits in der Antike bekannt, gerieten jedoch in Vergessenheit

Archäologische Funde beweisen, dass bereits die Römer ihre Schuhe auf Leisten gefertigt haben. Irgendwann muss dieses Wissen verloren ge­gangen sein und erst seit dem Mittelalter verfügten die Schuhmacher wieder über Leisten zum Schuhaufbau. Das gleiche gilt für die Einhaltung der Asymmetrie beim Bau der Leisten. Achteten bereits die Griechen der Antike als auch die Römer auf die Rechts-Links-Unterscheidung, nahmen spätere Schuhmacher nur noch einmal Maß und übertrugen die erlangten Werte auf beide Schuhe. Für den Träger bedeutete dies erhebliche Unan­nehmlichkeiten beim Einlaufen der Schuhe. Zu Beginn des 19. Jahrhun­derts wurde der asymmetrische Leisten wiederentdeckt und damit die Schuhe den Füßen angepasst.

Leisten-Schuh

Hervorragende Leisten bestehen aus dem Holz der Rot- und Hainbuche

Für einen guten Leisten kommt nur Holz bester Qualität in Frage. Auf­grund der späteren Bearbeitung und der Einlagerung muss es dabei starken Druck, Hammerschläge und eingetriebene Nägel aushalten, gegen Luftfeuchtigkeit und Temperaturunterschiede widerstandsfähig sein. Erfüllt werden diese Bedingungen vom Holz der Buche, des Ahorns, der Eiche, der Ulme und des Walnussbaumes. Optimal ist jedoch Holz der Rot- und Hainbuche.

In der Werkstatt des Leistenbauers werden die Holzstämme in circa 32 cm lange Stücke zersägt. Bei einer Dicke von 30 bis 40 cm können so zwischen vier bis sechs Leisten aus dem jeweiligen Holzstück gewonnen werden. Im Anschluss werden sie bei 120 Grad gedämpft und müssen etwa zwei Jahre getrocknet werden. Das Holz hat dann nur noch einen Feuchtigkeitsgehalt von 16 bis 18 Prozent. Für die Weiterverarbeitung muss dieser jedoch noch auf 10 bis 12 Prozent gesenkt werden. Erreicht wird dies in einer Trockenkammer, wo das Holz für die späteren Leisten drei Wochen mit heißer Luft behandelt wird.

Leisten sind über viele Jahre wieder verwendbar

Wurde der Leisten damals ausschließlich vom Leistenbauer per Hand geformt, wird heute allerorts die sogenannte Kopiermaschine verwendet. Dabei wird das Holz in eine Drehbank eingespannt, die Leistenschablone für das gewünschte Schuhmodell und Größe gewählt. Innerhalb von fünf bis sechs Minuten entsteht ein Paar asymmetrischer Leisten.

Der Leistenbauer wird dieses gewonnene Paar Leisten am Ende mit der Hand nachbearbeiten. So sägt er die Einspannstutzen am Vorderkappen- und Fersenteil ab, bohrt für eine leichtere spätere Entfernung der Leisten aus dem genähten Schuh in das obere Drittel je ein waagerechtes Loch und sägt einen fein gebogenen Keil aus dem Leisten heraus. Auch dieser Schritt dient der besseren Entnahme des Leistens nach dessen Zweck­erfüllung.

Die fertigen Leisten erhält der Schuhmacher. Er wird Probeaufbauten an Hand des Leistens vornehmen und bei Problemen den Leistenbauer um Korrekturen bitten. Ist er mit dem Aufbau der Schuhe fertig, werden die Leisten eingelagert. Hochwertige Leisten sind über viele Jahre verwend­bar, wenn sie in einem Raum mit der entsprechenden Temperatur und Luftfeuchtigkeit gelagert werden.

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